Sie sind hier: Unser Ortsverein / Helfer vor Ort

Ansprechpartner

Herr
Raimund Matosic

Tel: 0170 / 4420811
r.matosic@drk-geislingen.de

Helfer vor Ort (Ersthelfergruppen)

Über 20 Helfer vor Ort im Einsatz

Seit September 2001 bietet das Deutsche Rote Kreuz im Landkreis Göppingen ein Helfer vor Ort System an, das ausgebildete ehrenamtliche Mitarbeiter parallel zum Rettungsdienst alarmiert. In fast allen Gemeinden im Landkreis Göppingen gibt es Helfer vor Ort (HvO). Auch im Einsatzbereich des DRK Ortsverein Geislingen sind die Helfer vor Ort im Einsatz.

Durch die parallele Alarmierung zum Rettungsdienst hat der HvO einen zeitlichen Vorsprung gegen- über dem Rettungsdienst. Er kann dem Patienten oft schon Minuten vor dem Eintreffen des Ret- tungsdienstes Erste Hilfe zukommen lassen und so das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen professioneller Hilfe mit ersten Maßnahmen überbrücken.

HvOs sind kein Ersatz für Rettungsdienst und Notarzt, sondern eine sinnvolle Ergänzung, um Patienten möglichst schnell eine bestmögliche medizinische Versorgung zukommen zu lassen. Gesetzliche Regelungen zur Hilfsfrist für den Rettungsdienst und Notarzt bleiben durch den Einsatz des HvO unberührt.

HvO sind ehrenamtliche Mitglieder des DRK und verfügen über eine medizinische Mindestausbildung. Voraussetzung für die Teilnahme am HvO-System sind die abgeschlossene Sanitäts- dienstausbildung Teil A+B sowie eine Frühdefibrillations-Schulung mit jährlicher Rezertifizierung. Viele der HvO haben auch weiterführende Ausbildungen wie Rettungshelfer, Rettungssanitäter oder Rettungsassistent mit regelmäßiger Einsatzerfahrung im Rettungsdienst. Die HvO bilden sich durch Fort- und Weiterbildungen sowie Praktika im Rettungsdienst ständig weiter. Auch einige hauptamtliche Mitarbeiter des Rettungsdienstes machen in ihrer Freizeit Dienst als HvO.

Um eine gute Erstversorgung durchführen zu können, sind die HvO mit einen Notfallrucksack ausgestattet, mit dessen Material sie Erstmaßnahmen am Notfallpatienten durchführen können. So beinhaltet der Rucksack u.A. eine Blutdruckmanschette, ein Stethoskop, einen Beatmungsbeutel, eine Absaugpumpe und Verbandsmaterial. Viele der HvO sind zusätzlich zum Notfallrucksack mit einen automatischen externen Defibrillator (AED) ausgestattet. Diese AEDs werden bei Patienten eingesetzt, die ein Herzkreislaufstillstand erleiden. Das Gerät misst die Aktivität des Herzens und kann durch Abgabe von Stromstößen ein flimmerndes Herz wieder zum normalen Schlagen bringen. Durchschnittlich kommt der automatische externe Defibrillator (AED) bei 10 HvO-Einsätzen einmal zum Einsatz.

Je früher eine Defibrillation durchgeführt wird, desto besser sind die Überlebenschancen für den Patienten. Besonders in diesen Fällen tragen die HvO zum Überleben der Patienten bei. Letzten Jahren führte in acht Fällen der AED-Einsatz der HvO zum Überleben der Patienten. Der Faktor Zeit ist im Einsatzbereich des DRK OV Geislingen der entscheidende Punkt. Die Hauptaufgabe des HvO-Systems ist, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit Maßnahmen der erweiterten Ersten Hilfe zu überbrücken.

In folgenden Gemeinden sind HvOs des DRK OV Geislingen im Einsatz.

Geislingen, Kuchen, Aufhausen, Türkheim, Amstetten, Reutti, Hofstett-Emerbuch, Stubersheim, Bräunisheim, Schalkstetten, Urspring und Ettelnschieß. 

Bild: DRK OV Geislingen zeigt einige HvOs des OV Geislingen

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Wie läuft ein Einsatz ab ?

Wenn auf der Integrierten Leitstelle Göppingen über den Notruf 112 ein Notruf über eine lebensbedrohliche Erkrankung oder Verletzung eingeht, werden parallel zur Alarmierung des Rettungsdienstes zusätzlich die „Helfer vor Ort“ über Funkmeldeempfänger alarmiert.

Die „Helfer-vor-Ort“ fahren dann mit ihren Privat-Pkw oder mit einem Einsatzfahrzeug des DRK Ortsverein Geislingen zur Wohnung des Patienten, im Idealfall in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft.

Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes versorgen ein bis drei Helfer den Patienten. Selbstverständlich unterliegen die „Helfer-vor-Ort“ auch nach Einsatzende der Schweigepflicht.

Wann kommt der „Helfer-vor-Ort“ nicht zum Einsatz?

Der „Helfer-vor-Ort“ ist eine freiwillige Ergänzung des DRK in der Versorgung des Notfallpatienten. Es besteht kein Anspruch auf diese Ergänzung.
Ist aus der Notfallmeldung erkennbar, dass bereits ein Arzt vor Ort ist, wird kein „Helfer-vor-Ort“ alarmiert.

Die Helfer verrichten ihren Einsatz rein ehrenamtlich und sind bereit, in ihrer Freizeit diesen Hilfsdienst zu leisten. Deshalb sind bei Alarmierungen zu den normalen Arbeitszeiten leider meist keine Helfer einsatzbereit. Es kann aber auch zu anderen Zeiten geschehen, dass keiner der „Helfer-vor-Ort“ im Gebiet unseres Einzugsgebiet da ist und keine Erstversorgung durch die „Helfer-vor-Ort“ stattfinden kann

Jedem Ersthelfer unseres Ortsvereins steht eine komplette Notfallausrüstung zur Verfügung.

Sie besteht aus:

  • Notfall-Rucksack
  • Blutdruckmessgerät + Stethoskop
  • manuelle Absaugmöglichkeit
  • Beatmungsbeutel + Masken Gr. 3 + 5
  • Guedel-Tuben
  • Rettungsdecken
  • Verbandmaterial
  • (Kleider-)Schere
  • Einmalhandschuhe
  • Pupillenleuchte
  • HWS-Immobilisation (Stifneck variabel)
  • Blutzucker-Messgerät
  • AED
  • Sauerstoffgerät
  • Persönliche Schutzausrüstung
Bild: DRK OV Geislingen

Ausbildung

Die Ausbildung umfasst einen Erste Hilfe Kurs mit 8 Doppelstunden und eine Sanitätsausbildung mit 64 Stunden. Dazu kommt eine zusätzliche Ausbildung in der Herz-Lungen-Wiederbelebung und eine Einweisung in die Frühdefibrilation. Einige Helfer vor Ort haben auch noch zusätzlich die Ausbildung zum Rettungsassistent, Rettungssanitäter und Rettungshelfer.Durch das Mitfahren auf Rettungswagen werden praktische Erfahrungen ausgebaut und ergänzt. Selbstverständlich bilden sich unsere Helfer vor Ort ständig fort. In der Rubrik Dienstplan können Sie die aktuellen Fortbildungangebote einsehen. Diese sind, wie alle unsere Dienstabende, öffentlich - Gäste sind herzlich willkommen.

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